Was ist Sar-El?


1.   Von damals bis heute
2.   Das Programm
3.   Die Madrichot
4.   Ein Appell


Von damals bis heute

Sar-El (שר-אל) ist ein Freiwilligenprogramm bei den israelischen Streitkräften. Der Name selbst ist ein hebräisches Akronym und steht für "Sherut leYisrael", zu deutsch also "Dienst für Israel". Seinen Ursprung hat es im Jahr 1982, als während des Libanonkrieges zahlreiche Reservisten eingezogen wurden. Dadurch mangelte es in einigen Kibbuzim an Arbeitern, sodass die Ernte in Gefahr war. Der ehemalige Brigadegeneral Aharon Davidi mobilisierte daraufhin kurzerhand 650 amerikanische Freiwillige für den Hilfseinsatz bei der Truppe, sodass sich wieder genügend Reservisten um die Ernte kümmern konnten. Auf Wunsch der Freiwilligen wurde das Programm fortgeführt und bereits im Jahr darauf die Organisation "Sar-El - The National Project for Volunteers for Israel" gegründet.
Seitdem kommen jedes Jahr zahlreiche Freiwillige, um das Land auf ganz besondere Weise zu unterstützen und einen Einblick in einen der sensibelsten Bereiche Israels zu erhalten: das Militär. So nehmen heute jährlich bis zu 4000 Freiwillige aus aller Welt am Programm Teil, die überwiegende Mehrheit davon aus Frankreich und den Vereinigten Staaten.


Das Programm

Die Freiwilligen leben und arbeiten in überschaubaren Gruppen auf einer Base des israelischen Militärs. Sie tragen zwar die Arbeitsuniform der Armee, sind rechtlich aber keine Kombattanten; der Freiwilligendienst gerät somit nicht mit dem Wehrgesetz des jeweiligen Heimatlandes in Konflikt. In dieser Zeit, die normalerweise drei Wochen dauert, aber auch verlängert werden kann, führen die Freiwilligen je nach Einsatzort Hilfstätigkeiten im Bereich der Logistik, der Materialverwaltung, der Verpflegung und der Instandsetzung aus. Medikamente verpacken, Sandsäcke füllen, Equipment sortieren - um nur eine kleine Auswahl möglicher Aufgaben zu nennen. Begleitet wird die Arbeitswoche von einem regelmäßigen Abendprogramm, bei dem die Freiwilligen viel über Land und Leute lernen und trotz allem Ernst auch den Spaß nicht zu kurz kommen lassen.
Im Gegensatz dazu steht das Wochenende von Donnerstag Nachmittag bis Sonntag Morgen zur freien Verfügung und wird von vielen Freiwilligen genutzt, um das Land auf eigene Faust zu erkunden. Da man als Freiwilliger nur für seine Kosten am Wochenende aufkommt, während der Arbeitswoche aber kostenlose Unterkunft und Verpflegung erhält, bietet Sar-El nicht nur einmalige Einblicke und die Chance, Israel zu unterstützen, sondern auch einen kostengünstigen Aufenthalt in Israel.


Die Madrichot

Sie haben definitiv einen eigenen Abschnitt verdient - die Madrichot! Das sind die jungen Soldatinnen (selten auch Soldaten), die im Rahmen ihres Wehrdienstes die Freiwilligen während der Zeit auf der Base betreuen. Engagiert versuchen sie, keine Langeweile aufkommen zu lassen, organisieren das Abendprogramm, helfen dabei, das Wochenende zu planen und haben immer ein offenes Ohr. Nicht zuletzt durch sie wird Sar-El eine unvergessliche Zeit!


Ein Appell


Wir als ehemalige und wiederkehrende Freiwillige können nur allen empfehlen, an Sar-El teilzumehmen. Man erhält nicht nur spannende und interessante Einblicke in die israelische Armee, sondern unterstützt Israel auch aktiv. Als Freiwilliger leistet man wichtige Arbeit und entlastet das Militär. Man lernt mehr über Land und Leute, als es in einem gewöhnlichen Urlaub möglich wäre, schließt Freunschaften, gewinnt durch den direkten Kontakt zu Soldaten einmalige Eindrücke und hat noch dazu jede Menge Spaß. Erlebt Sar-El!